Privatpraxis für TCM und Akupunktur Hilden
Privatpraxis für TCM und Akupunktur Hilden

LWS-Syndrom

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie zunächst einen Schmerzfragebogen.

 

Der Begriff LWS-Syndrom (= Lendenwirbelsäulen-Syndrom), bezeichnet eine Vielzahl von verschiedenen Krankheitssymptomen, deren Ursprung entweder im Lendenwirbelbereich zu suchen ist oder die die Lendenwirbelsäule betreffen.

Die Lendenwirbelsäule ist sowohl statisch als auch dynamisch sehr großen Belastungen ausgesetzt, deshalb sind Schmerzen im Bereich der Lendenwirbel sehr viel häufiger anzutreffen als in den Hals- und Brustwirbeln.

 

 

Schmerzen im Bereich der Muskulatur und der Knochen

Vor der Wahl der Therapie ist es wichtig drei Fragen zu klären:

  1. Wo befindet sich der Schmerz?
  2. Wie ist der Schmerzcharakter? (Beschreibung sowohl des Schmerzcharakters als auch der Faktoren, die ihn beeinflussen)
  3. Seit wann treten die Schmerzen auf?
     

 

Diagnostik:

Nach Durchsicht Ihrer Unterlagen werden Sie in unserer Sprechstunde für chronische Schmerzen im LWS-Bereich umfassend körperlich und neurologisch untersucht.

Ausgehend von der Diagnose empfehlen wir Ihnen eventuell eine ergänzende bildgebende Diagnostik (z. B. MRT) und eine spezifische Behandlung

 

 

 

LWS Schmerzen aus der Sicht der TCM

Triit ein Schmerz im Verlauf eines Meridians auf, so sagt man in der TCM, dass dieser Meridian zu behandeln ist.

 

Außerdem ist es wichtig, drei Fragen zu klären:

 

1. Wie wird der Schmerzcharakter vom Patienten bechrieben?

 

2. Existieren thermische Veränderungen in Kombination mit dem Schmerz?

 

3. Seit wann besteht der Schmerz?

 

 

Zu 1. Der Schmerzcharakter gibt Hinweise darauf, ob es sich um einen Yin-oder
         Yang-dominierten Schmerz handelt.

Zu 2. Ein Schmerz, der sich heiß anfühlt, geht mit einer Entzündung einher und
         wird schlimmer bei Bewegung, besser in der Ruhe.

Ein kalter Schmerz geht mit einem Kältegefühl einher und wird schlimmer
         in Ruhe beziehungsweise nachts.

Ein lokalisierter Schmerz tritt in Verbindung mit Ödemen, Bewegungs-einschränkungen,Taubheits- und Schweregefühl auf und wird schlimmer zu Beginn einer Bewegung oder nach Ruhepausen.

Zu 3.  Die Beantwortung der Frage, seit wann der Schmerz auftritt, zeigt ob es sich
         um ein akutes, subakutes, rezidivierendes oder chronisches Leiden
         handelt. Damit wird im Rahmen der TCM darüber entschieden, ob zur Har-
         
monisierung einer Leitbahn oder auch eines Organes tonisierend (Energie

zuführend) oder sedierend (beruhigend) behandelt werden muss.

 

Entsprechend der TCM treten Erkrankungen wie Rückenschmerzen im Lendenwirbel-säulenbereich auf, wenn Störungen in den Funktionskreisen Niere und Leber be-stehen.

Knochen und Nerven werden dem Funktionskreis Niere zugerechnet und sollten über diesen Meridian behandelt werden. Muskeln und Sehnen sind mit dem Funktionskreis Leber assoziiert, daher sollten Schmerzen, die von der Muskulatur oder den Sehnen ausgehen, über den Lebermedidian behandelt werden.

 

Beim akuten Hexenschuss (Lumboischialgie) verläuft der Schmerz meistens entlang des Blasen-Meridians vom Gesäß bis zum Fußknöchel. Patienten stehen gebeugt, da sich der Schmerz beim Aufrichten verschlimmert.

Dieses Beschwerdebild wird mit Körperakupunktur behandelt, eventuell in Kombination mit Elektrostimulation oder auch Ohrakupunktur.

 

Der akute LWS-Schmerz tritt meist spontan sehr schmerzhaft bei der Rückenstreckung auf und bessert sich dadurch, dass der Patient sich nach vorne beugt. Er befindet sich in der Mittellinie im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule zwischen L4 und S2. Dieser Schmerz ist ein Yang-Fülle-Schmerz und kann ausleitend (sedierend) mit Akupunktur behandelt werden.

 

Fallbeispiel:

Ein älterer Patient stellte sich wegen chronischer Rückenschmerzen vor, unter denen er bereits seit neun Jahren litt. Bei der Gartenarbeit konnte er nicht länger als eine halbe Stunde stehen, der Schmerz im Lendenwirbelsäulenbereich nahm rasch zu, strahlte in die Beine aus und löste dort ein Schwächegefühl aus. Im Sitzen klang der Schmerz nach wenigen Minuten wieder ab. Wenn er aus dem Haus ging, achtete er darauf wo es Möglichkeiten gab, sich wieder zu setzen. In der Vergangenheit war er immer sehr schlank gewesen, im Laufe der Jahre hatte er einige Kilogramm an Gewicht zugenommen, da er keinen Sport mehr treiben konnte. Er wurde erfolglos mit Schmerzmitteln und Antidepressiva behandelt und hatte fünf Epidural-Injektionen erfolglos hinter sich gebracht. In den vergangenen drei Jahren hatte sich die Problematik deutlich verschlechtert.

Der Patient leidet an einem Yang Schmerz, da er sich beim Stehen und Gehen verschlimmerte und sich beim Sitzen und in der Ruhe (Yin) verbesserte. Da die Schmerzen bereits länger als 6 Monate bestanden. musste man von einem chronischen Rückenschmerz ausgehen. Die Therapie sollte daher zunächst den heißen Schmerz lokal behandeln und das Blasen- und Nieren-Yin stärken.

Unter einer kombinierten Therapie mit zunächst zweimal wöchentlichen Akupunkturbehandlungen, leichten Bewegungsübungen und vermehrtem Wassertrinken, konnte bei diesem Patienten bei nachlassenden Schmerzen die Medikation zunächst reduziert werden. Nach zwei Wochen wurde das Akupunkturintervall auf einmal wöchentlich verlängert, nach zehn Wochen konnte wegen kontinuierlicher Besserung einen Monat lang 14-tägig behandelt werden. Danach wurde die Therapie beendet.

Wichtiger Hinweis: Die Akupunktur ist eine auf Erfahrung basierende Behandlungsmethode. Der Einsatz der Akupunktur bei vielen Erkrankungen ist noch nicht nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin wissenschaftlich hinreichend abgesichert. Außer für die Indikationen chron. Kreuzschmerz, chron Knieschmerz, chron. Schulterschmerz, Migräne, Spannungskopfschmerz und Allergie existieren noch keine hochqualitativen randomisierten, kontrollierten Studien, die eine Wirksamkeit im Vergleich zu einer Kontrolltherapie, nachweisen. Ein Erfolg der Akupunkturbehandlung kann nicht in jedem Behandlungsfall gewährleistet werden.

Praxis

Dr. med. Ute-Susanne Brinkmann

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