Privatpraxis für TCM und Akupunktur Hilden
Privatpraxis für TCM und Akupunktur Hilden

Was ist Akne?

 

Akne ist die häufigste Hautkrankheit: Fast jeder kennt die typischen Pickel, Pusteln und Mitesser, die sich meist zu Beginn der Pubertät bemerkbar machen. Diese sogenannte gewöhnliche Akne verschwindet meistens nach einigen Jahren von allein.

vorwiegend in der Jugend auftretende, in der Regel harmlose Hauterkrankung. Typische Symptome sind Pickel, Pusteln und Mitesser. Bei einer Akne kommt es zu einer übermäßigen Sekretbildung und Verhornung der Talgdrüsen, wodurch diese verstopfen und sich nachfolgend entzünden.

Welche Formen der Akne kennt man?

Je nach Ursache, Art und Schweregrad der Hautunreinheiten unterscheidet man verschiedene Formen von Akne.

Eine besonders schwere Sonderform der Akne ist die Akne inversa (auch: Acne inversa). Sie tritt vorwiegend in den Bereichen der großen Hautfalten auf (z.B. im Analbereich, in der Achselhöhle, in der Leiste, unter der weiblichen Brust).

Weitere wichtige Akneformen sind:

  • Die gewöhnliche Akne oder Acne vulgaris, die sich meist zu Beginn der Pubertät bemerkbar macht und bis zum 30. Lebensjahr von selbst verschwindet. Die gewöhnliche Akne kann in verschiedenen Ausprägungen auftreten:
     
    • Acne comedonica – vorwiegend Mitesser (Komedonen)
    • Acne papulopustulosa – vor allem entzündete Papeln und Pusteln
    • Acne conglobata – große entzündliche Knoten, Abszesse, Krusten und Narben (Acne fulminans = schwere Verlaufsform mit Fieber und Gelenkentzündngen
  • die schwerste Form der Akne namens Acne inversa, die vorwiegend in den Bereichen der großen Hautfalten vorkommt (z.B. Analbereich, Achselhöhle, Leiste, weibliche Brüste) und oft bei Patienten, die Zigaretten rauchern oder übergewichtig sind.
  • die Acne cosmetica, deren Auslöser Kosmetika und Salben sind
  • die Acne venenata, für deren Auftreten Chemikalien wie Chlor, Jod oder Teer verantwortlich sind
  • die Acne medicamentosa, die durch verschiedene Medikamente entsteht – zum Beispiel durch kortisonhaltige Medikamente (sog. Steroid-Akne)
  • die Neugeborenenakne oder Acne neonatorum, die meist zwei bis vier Wochen nach der Geburt auftritt
  • die Säuglingsakne beziehungsweise Acne infantum, die bei Babies und Kleinkindern ab dem dritten Lebensmonat auftritt
     

Wie häufig tritt Akne auf?

Die gewöhnliche Akne (Akne vulgaris) ist weltweit die häufigste Hautkrankheit: 85 von 100 Jugendlichen bekommen irgendwann während der Pubertät Pickel. In den meisten Fällen verlaufen diese Hautprobleme mild und klingen nach ein paar Jahren wieder ab. Jungen sind etwas häufiger und oft auch stärker betroffen als Mädchen.

Akne: Was sind die Ursachen?

Eine Akne kann durch unterschiedliche Ursachen entstehen. Zumeist löst eine hormonelle Umstellung die Hautprobleme aus: Männliche Geschlechtshormone (Androgene) begünstigen Pickel und andere für Akne typische Hauterscheinungen.
 

Wie entstehen die Pickel?

Überall in der Haut befinden sich Talgdrüsen. Sie bilden fettiges Sekret, welches Haut und Haare geschmeidig hält, den Talg. Androgene (männliche Hormone), regen die Talgdrüsen an mehr Fett auszuschütten. In der Pubertät sind besonders viele Androgene und es bildet sich zu viel Talg. Wenn die Haut gleichzeitig viel Hornsubstanz produziert wird (sog. Hyperkeratose) entstehen Pickel. Es werden die Talgdrüsen verstopft und der Talg kann nicht mehr nach außen abfließen, wenn sich zudem noch Bakterien einnisten, kann es zu einer Entzündung der Haut kommen.
 

Eine gewöhnliche Akne (Akne vulgaris) kommt in manchen Familien gehäuft vor. Das Risiko, an einer gewöhnlichen Akne zu erkranken, beträgt 50 Prozent, wenn beide Elternteile unter einer Akne leiden oder litten.

Neben hormonellen Schwankungen, wie sie etwa in der Pubertät vorkommen, können weitere Faktoren eine Akne verursachen oder verstärken. Dazu zählen:

  • Kosmetika mit bestimmten Inhaltsstoffen, die Akne fördern können, zum Beispiel Paraffine (sog. Acne cosmetica).
  • Medikamente beziehungsweise bestimmte darin enthaltene Stoffe, zum Beispiel:
    • Psychopharmaka
    • Kortisonhaltige Präparate
    • Medikamente gegen Epilepsie (sog. Antiepileptika),
    • bestimmte Mittel zur Krebsbehandlung (sog. EGF-Rezeptoragonisten wie Cetuximab)

Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12

  • androgenhaltige Mittel (wie Anabolika)
  • Nikotinkonsum
  • seelische Belastungen und Stress

Im Einzelfall können außerdem klimatische Faktoren (wie UV-Strahlen, Luftfeuchtigkeit) und andere Umwelteinflüsse die Entstehung einer Akne fördern. Mit mangelnder Hygiene hat eine Akne hingegen nichts zu tun.

Entsprechend de Lehre der TCM, geht man davon aus, dass auch die Ernährung bei der Entstehung von manchen Akneformen eine Rolle spielen kann: Eine Ernährung mit viel weißem Zucker, Nahrungsmitteln wie Schokolade, Honig oder Marmelade hat zur Folge, dass sich das Hautbild verschlechtern kann. Die gleiche Wirkung hat ein hoher Konsum von (Kuh-) Milch und Milchprodukten sowie von Produkten mit vielen gesättigten Fetten und Transfettsäuren, wodurch es zu sogenannten Schleimeinlagerungen kommen kann.

Akne: Diagnose

 

Akne erkennt der Arzt in der Regel bereits anhand des typischen Erschei-

nungsbildes der Haut. Die charakteristischen Pickel und Mitesser (Komedonen), Papeln und Pusteln sowie die fettige Haut führen schnell zur Diagnose – vor allem, wenn die Symptome bei Jugendlichen in der Pubertät auftreten.

Bei der chinesische Sprache handelt es sich eine bildliche und beschreibende Sprache, deshalb wird die Akne beschreibend „Fen Ci“ (= weisse Dornen) genannt.

Gemäß der TCM gibt es verschiedene äußere pathogene Faktoren,die zu unterschiedlichen Lokalisationen der Akne führen:

  • Hitze attackiert den Magen (Akne im Mundbereich, Wangen, Kinn, Dekolletée, Rücken)
  • Hitze attackiert die Lunge ( Akne im Nasen-und Stirnbereich)
  • Xue-Hitze (Akne im Nasen-, Mundbereich und zwischen den Augenbrauen)
  • Toxische Hitze ( Akne im Bereich Brust und Rücken)
  • Nässe-Hitze ( Akne im Bereich Gesicht, Brust und Rücken)
  • Xue-Stase ( Akne im Gesicht, an Brust und Rücken)

     

Wenn Hitze den Magen attackiert, findet man allgemeine Symptome, wie

  • Brennen im Epigastrium
  • Sodbrennen
  • Mundgeruch
  • Konzentrierter Urin
  • Durst
  • Trockenheit in Hals, Rachenraum und Mundraum


Therapie entsprechend der TCM:

  • Um die Hitze aus den Organen und dem Xue zu entfernen, muss die Hitze mittels Akupunktur und / oder Kräutern vertrieben werden.

 

Wenn eine erhöhte Konzentration der männlichen Geschlechtshormone (Androgene) im Blut für die Akne (mit)verantwortlich ist, kann die Ärztin mit Hilfe einer Blutuntersuchung den Hormonspiegel bestimmen.
 

Diese Hormondiagnostik ist zum Beispiel sinnvoll bei:

  • Frauen mit schwerer Akne und Zyklusstörungen (z.B. polyzystisches Ovarialsyndrom auszuschließen),
  • Babys, bei denen eine Neugeborenen oder Säuglingsakne länger als 16 bis 24 Wochen besteht sowie
  • bei 3- bis 7-jährigen Kindern mit neu entwickelter Akne.

Akne inversa

 

Bei der schweren Sonderform Akne inversa (Acne inversa) treten die Hautveränderungen vor Allem unter den Achseln sowie in der Genital-, Gesäß- und Leistenregion auf.

Auch die Akne inversa kann mit Hilfe der TCM erfolgreich behandelt werden.

Ausprägungsgrade der Akne:

Die Akne kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In den meisten Fällen handelt es sich um eine leichte Akne. Sie bildet sich meist von selbst zurück, ohne Spuren zu hinterlassen. Auch eine schwere Akne verschwindet häufig von alleine wieder.

Allerdings können sich bei einer stark ausgeprägten Akne auf der Haut große entzündliche Knoten, Abzessen , Krusten und bleibende Narben bilden. Je nachdem, welche Körperbereiche betroffen sind, können die Entzündungen Schmerzen hervorrufen. Besonders schwere Verlaufsformen der Akne können zu weitere Beschwerden führen, zum Beispiel zu Fieber und Gelenkentzündungen(bei der sog. Acne fulminans).

Je nach Schweregrad und Dauer ist eine Akne nicht nur mit körperlichen Symptomen verbunden. Sie kann auch eine seelische Belastung darstellen und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Akne: Therapie

 

Eine gewöhnliche Akne (Akne vulgaris) verschwindet meist auch ohne eine spezielle Therapie. Eine frühzeitige, professionelle Behandlung, auch zum Beispiel mit Akupunktur und chinesischer Diätetik, kann jedoch verhindern, dass die Akne einen schweren Verlauf nimmt und dass Narben zurückbleiben.

Trotz Behandlung kann es lange dauern, bis sich das Hautbild verbessert. Denken Sie daran, dass nicht jedes Mittel gegen Pickel und andere Hautprobleme bei jedem Menschen die gleiche Wirkung zeigt. Um Akne erfolgreich zu behandeln, ist es daher wichtig, etwas Geduld zu haben. Das heißt: Wenn eine schnelle Heilung ausbleibt, brechen Sie die Aknebehandlung nicht voreilig ab und ergreifen Sie auch keine zusätzlichen Eigenmaßnahmen gegen Ihre Akne.

Die Aknebehandlung benötigt auch mit der TCM-Behandlung ein paar Wochen Zeit!

Die Akupunkturbehandlung muss mindestens 6 Wochen lang 2-3 mal wöchentlich durchgeführt werden.

Welche Therapie bei Akne am besten geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, wie schwer die Akne ausgeprägt ist, welche Form der Akne vorliegt und wie rasch sie voranschreitet. Darüber hinaus spielt es eine wichtige Rolle, wie sehr sich der oder die Betroffene von der Akne beeinträchtigt fühlt.

Einen Beitrag zur erfolgreichen Aknebehandlung können Sie auch durch die richtige Ernährung leisten: Wer übermäßig viel Milch und Milchprodukte sowie hochglykämische Nahrungsmittel (z.B. Schokolade, Honig, Marmelade und andere süße Lebensmittel) konsumiert, kann so seine Hauterkrankung verschlimmern. Daher kann eine entsprechende Ernährungsanpassung sinnvoll sein, um Akne zu behandeln:

  • Schränken Sie Ihren Konsum von Milch und Milchprodukten ein.
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Nahrungsmittel, die weissen Zucker enthalten.

 

Praxis

Dr. med. Ute-Susanne Brinkmann

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